Das Caritas-Altenzentrum St. Josef in Düsseldorf-Oberbilk hat am Samstag sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Die Feier begann mit einer Heiligen Messe in der hauseigenen Kapelle, gehalten von Weihbischof Ansgar Puff, Stadtdechant Frank Heidkamp und Kaplan Dr. Chimezie-Zephilinus Agbo. Anschließend trafen sich die rund 100 Bewohner:innen und Gäste – darunter Angehörige, Freunde und Förderer sowie Vertreter:innen von Kirche und Caritas – zu einem „Come-together“ im Foyer der Einrichtung.
„Ein solches Haus lebt durch die Menschen, die hier wirken“, betonte Anna Gockel-Gerber, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Düsseldorf. Den Mitarbeitenden dankte sie für „Ihren großen persönlichen Einsatz, Ihre Geduld und Ihre Professionalität. Sie machen hier täglich den Unterschied!“ Sie hob außerdem das Engagement der Angehörigen, Ehrenamtlichen und Förderer hervor – allen voran die Paul und Mia Herzog Stiftung, die das Haus seit vielen Jahren großzügig unterstützt. An die Bewohner:innen wandte sich Anna Gockel-Gerber mit den Worten: „Sie sind das Herz dieses Hauses – Sie füllen es mit Leben, mit Geschichten, mit Erinnerungen. Sie machen St. Josef zu einem Zuhause.“
Christian Augustin, Leiter des Caritas-Altenzentrums St. Josef, dankte „allen, die dazu beigetragen haben, dass wir heute das Geschaffene würdigen, den Moment feiern und die Zukunft planen dürfen. Es macht mich froh und glücklich, dass wir alle gemeinsam einen Ort geschaffen haben, wo man – von Nächstenliebe getragen – in Würde leben und alt werden darf.“
Von den Anfängen bis heute – eine Geschichte von Glauben, Mut und Neubeginn
Die Geschichte des St. Josefshauses beginnt nicht erst 1995, sondern reicht tief in die Vergangenheit – über 125 Jahre – zurück: Bereits 1898 eröffneten die Vinzentinerinnen an der Kruppstraße das St. Josefs-Krankenhaus, einen Ort christlicher Nächstenliebe und Heilung. Trotz der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gaben die Schwestern nicht auf: Bereits 1946 errichteten sie einen Behelfsbau und eröffneten statt des Krankenhauses ein Altenheim. Als die Vinzentinerinnen 1983 das Haus an den Caritasverband Düsseldorf übergaben, war das Gebäude in einem schlechten Zustand. Dank einer testamentarischen Stiftung des Düsseldorfer Unternehmers Anton Grün konnte an der Schmiedestraße 14/16 ein moderner Neubau entstehen. Am 8. Oktober 1995 wurde das neue Caritas-Altenzentrum St. Josef in der Schmiedestraße feierlich durch Kardinal Joachim Meisner eingeweiht.
Ein Zuhause mit Herz – offen für die unterschiedlichsten Lebenswege
Das Caritas-Altenzentrum St. Josef steht für Wohlbefinden, Sicherheit und Gemeinschaft. 122 Bewohnerinnen und Bewohner finden hier kompetente Pflege, Geborgenheit und ein Zuhause mit Herz. Besonders bemerkenswert ist, dass hier auch ältere Menschen mit Suchterkrankungen einen Platz und Verständnis finden. Das zeigt, wie offen und menschlich dieses Haus mit den unterschiedlichsten Lebenswegen umgeht.
Das Caritas-Altenzentrum St. Josef blickt mit Zuversicht in die kommenden Jahrzehnte. Themen wie demografischer Wandel, Fachkräftesicherung, Digitalisierung und neue Wohn- und Pflegekonzepte stellen Herausforderungen dar, bieten aber auch Chancen.
Mit der Kraft der Caritas und dem Engagement seiner Menschen wird das Caritas Altenzentrum St. Josef auch in Zukunft ein Ort der Geborgenheit und Menschlichkeit bleiben.
Herzlichen Glückwunsch zum 30-jährigen Jubiläum!
Auf die nächsten 30 Jahre voller Leben, Wärme und Gemeinschaft – mitten im Herzen von Oberbilk.