Prävention, Hilfe und Verfahren bei sexualisierter Gewalt und Missbrauch (c) altanaka / photocase.de

Prävention, Hilfe und Verfahren bei sexualisierter Gewalt und Missbrauch

Das Wohl der uns anvertrauten und sich uns anvertrauenden Menschen war und ist uns als Träger von Diensten und Einrichtungen ein elementares Anliegen. Es ist unser Ziel, an der Weiterentwicklung einer „Kultur der Achtsamkeit“ mitzuwirken, die die körperliche und psychische Unversehrtheit unserer Bewohner*innen, Kund*innen, Klient*innen, Patient*innen sowie der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt. Wir tragen eine gemeinsame Verantwortung gegenüber den sich uns anvertrauenden Menschen: Wir schauen im Verdachtsfall behutsam genau hin, hören zu, benennen und analysieren kritisch die wahrgenommenen Situationen. Für die (pädagogischen) Fachkräfte ist Prävention gegen (sexualisierte) Gewalt Bestandteil ihres professionellen Handelns.

Unsere Bemühungen um die Prävention vor sexualisierter Gewalt werden in einem institutionellen Schutzkonzept gebündelt. Es ist uns bei der Entwicklung des trägerspezifischen Institutionellen Schutzkonzeptes wichtig, die Auseinandersetzung zu Fragen des Kindeswohls und des Schutzes von schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen in unseren Diensten, insbesondere vor (sexualisierter) Gewalt, anzuregen und die Einführung von Maßnahmen zur Prävention zu unterstützen. Uns ist bewusst, dass (sexuelle) Grenzverletzungen gegenüber Nutzenden, aber auch sexuelle Grenzverletzungen innerhalb der genannten Gruppen nicht ausgeklammert werden dürfen. Dies soll Beachtung in den Präventionsbemühungen finden. Für das Institutionelle Schutzkonzept haben wir Wert darauf gelegt, dass dessen Entwicklung unter Einbeziehung aller Ebenen stattfand. Unser Institutionelles Schutzkonzept soll dazu beitragen, Haltungen und Verhalten zu reflektieren, und dadurch zu handlungsleitenden Orientierungen im Arbeitsalltag führen. Uns ist es wichtig, dass mit dem Institutionellen Schutzkonzept die Diskussion über Verbindlichkeit und Achtsamkeit aufrechterhalten wird.

Bestandteile des Institutionellen Schutzkonzeptes für unsere Dienste und Einrichtungen sind nach der Präventionsordnung des Erzbistums Köln:

  • Persönliche Eignung/Personalauswahl und -entwicklung
  • Erweitertes Führungszeugnis und Selbstauskunftserklärung
  • Verhaltenskodex
  • Beschwerdewege
  • Intervention
  • Aus- und Fortbildung/Qualifikation
  • Maßnahmen zur Stärkung von Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen
  • Qualitätsmanagement

Für die Kinder- und Jugendhilfe, die Altenhilfe sowie die Behindertenhilfe gelten arbeitsfeldspezifisch abgestimmte eigene Curricula für die Aus- und Fortbildung sowie je arbeitsfeldspezifische Maßnahmen zur Stärkung von Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen. Für die Kinder- und Jugendhilfe sowie für die Arbeitsbereiche der Erwachsenenhilfe gelten jeweils zusätzlich spezielle Verhaltenskodizes.

Beschwerdewege

In unseren Diensten und Einrichtungen sind interne und externe Beratungs- und Beschwerdestellen benannt, Melde- und Verfahrenswege für Schutzbefohlene, Personensorgeberechtigte sowie alle ehrenamtlich und hauptberuflich Mitarbeitenden beschrieben und für die Adressaten verständlich bekannt gemacht. Für den Umgang mit Beschwerden gibt es ein festgelegtes Verfahren, welches allen Mitarbeitenden des Caritasverbandes Düsseldorf e.V. bekannt ist.

Intervention bei Hinweisen auf sexualisierte Gewalt

Bei dem Verdacht auf sexualisierte Gewalt oder Missbrauch haben Sie die Möglichkeit, sich direkt an die zuständigen Personen im Caritasverband Düsseldorf oder aber die beauftragten Ansprechpersonen des Erzbistums Köln zu wenden. Sobald einer der Personen Kenntnis von einem Vorfall oder einem Verdacht auf einem Vorfall erhält, wird ein festgelegter Kommunikationsweg in Kraft gesetzt. Hierüber soll größtmögliche Transparenz, aber auch zeitnahe Aufklärung und Unterstützung für den/die Betroffene/n erreicht werden. In Abstimmung mit dem Betroffenen, erfolgt eine Weiterleitung an die Beauftragten beim Diözesancaritasverband Köln und beim Erzbistum Köln sowie eine intensive Prüfung des Sachverhaltes. Der Erzbischof wird über jeden Verdacht unverzüglich informiert. Zur Unterstützung des Beauftragten beim Erzbistum Köln ist ein Beraterstab eingerichtet, in dem externe Fachleute den Vorfall bewerten und eine Handlungsempfehlung abgeben.

Auflistung nichtkirchliche Beratungsstellen:

  • Telefonseelsorge: Telefon 0800 1110111 oder 0800 1110222.
  • Hilfeportal Sexueller Missbrauch - Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs: 0800 2255530 (kostenfrei & anonym).
  • Zartbitter Köln e. V.: Sachsenring 2 – 4, 50677 Köln, Tel. 0221 312055, info@zartbitter.de, https://www.zartbitter.de 
  • Opferschutzbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen: Reichensperger Platz 1, 50670 Köln, Opferhotline: 0221 39909964, poststelle@opferschutzbeauftragte.nrw.de
  • Frauenberatungsstellle Düsseldorf, Talstraße 22–24, 40217 Düsseldorf-Friedrichstadt, Telefon: 0211-68 68 54 
    Fax: 0211-67 61 61, info@frauenberatungsstelle.de
  • Betroffene Menschen können sich auch Rat und Hilfe bei der Opferschutzorganisation „Weisser Ring“ holen: https://weisser-ring.de/weisser-ring/standorte
  • Frauen, die als Erwachsene in kirchlichen Räumen einschließlich Orden Missbrauch und/oder Gewalt erfahren haben, können sich an die Anlaufstelle für von Gewalt in Kirche betroffene Frauen wenden.

An welche unabhängigen Ansprechpersonen kann ich mich als Opfer oder Zeuge wenden?

Der Erzbischof von Köln hat unabhängige Ansprechpersonen für Betroffene von sexuellem Missbrauch beauftragt. Diese stehen Ihnen für vertrauliche Gespräche und die Vermittlung von Hilfsangeboten zur Verfügung. Die Ansprechpartner finden Sie bitte hier.

Ihre Ansprechpartner beim Caritasverband Düsseldorf

Anna Gockel

Anna Gockel-Gerber

Finanzvorstand

Hubertusstraße 5
40219 Düsseldorf

 

Die vom Leitungsorgan benannte Person.

Claudia Fischer

Claudia Fischer

Referatsleitung Personal, Recht und allgemeine Verwaltung

Hubertusstraße 5
40219 Düsseldorf

 

Stellvertreterin der vom Leitungsorgan benannten Person.

IMG_7233_ret Ricken

Petra Ricken

Berufsbildungsbeauftragte

Hubertusstraße 5
40219 Düsseldorf

 

Interne Ansprechperson vom Caritasverband Düsseldorf.