KAIROS – Raum der Begegnung

29.06.26, 11:17
Nina Louis

Caritas Hospiz Düsseldorf eröffnet neu gestaltete Kapelle 

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Auf dem Foto sind zu sehen – v.l.n.r.: Stadtdechant Frank Heidkamp, Künstlerin Petra Flachsenberg, Hospizleiterin Kerstin Artz-Müskens und Anna Gockel-Gerber, Vorstandsvorsitzende Caritasverband Düsseldorf. 

Mit einer feierlichen Einsegnung durch Stadtdechant Frank Heidkamp hat das Caritas-Hospiz in Garath seinen neu gestalteten „KAIROS – Raum der Begegnung“ eröffnet. Gäste aus dem Hospiz, Angehörige, Mitarbeitende, Ehrenamtliche sowie Förderer und Wegbegleiter:innen nahmen an der Feier teil. 

Der Raum wird bereits mehr als 20 Jahre lang als Hospizkapelle genutzt. Im vergangenen Jahr wurde er auf Initiative der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen grundlegend neu gedacht und nach ihren Vorstellungen umgestaltet. 

„In einem Hospiz geht es immer um weit mehr als um Räume. Es geht um Orte, an denen Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase Fürsorge, Nähe und Begleitung erfahren“, betonte die Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Düsseldorf, Anna Gockel-Gerber. Der neu gestaltete Raum sei ein sichtbares Zeichen dafür, wie der Verband seine Aufgabe verstehe: Lebensräume zu schaffen, in denen alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Lebensgeschichte, Alter oder Gesundheitszustand – willkommen sind und Würde, Menschlichkeit und Respekt erfahren.

Mit dem KAIROS-Raum verfügt der Caritasverband Düsseldorf inzwischen über zehn Kapellen bzw. Räume der Begegnung in seinen Einrichtungen. Sie ergänzen Pflege, Betreuung und Beratung um Orte, an denen Menschen innehalten, beten, im geschützten Rahmen miteinander reden oder einfach zur Ruhe kommen können.

KAIROS – die qualitative, wertvolle, erfüllte Zeit

Der Name KAIROS stammt aus dem Griechischen und beschreibt Augenblicke, das Gegenteil des chronologischen Zeitverständnisses. KAIROS ist nicht datierbar, fernab von Planung und Termindruck, die qualitative, wertvolle, erfüllte Zeit.

Die Neugestaltung wurde von einer interdisziplinären Projektgruppe aus Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen des Hospizes mit viel Kreativität und Engagement entwickelt und umgesetzt. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung des Fördervereins des Hospizes sowie weiterer Förderinnen und Förderer. Ein besonderer Blickfang des Raumes ist ein Kunstwerk von Petra Flachsenberg, das sie dem Hospiz geschenkt hat.

Im Rahmen der Einsegnung galt der Dank allen Beteiligten – allen voran Hospizleiterin Kerstin Artz-Müskens sowie den Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Förderern und Unterstützern ebenso wie den Gästen und ihren Zugehörigen, die dem Hospiz ihr Vertrauen schenken.

Der „KAIROS – Raum der Begegnung“ steht künftig den Menschen im Hospiz und gerne auch allen Nachbarinnen und Nachbarn offen – ganz unabhängig von ihrer religiösen Prägung. Er soll ein Ort sein, an dem Gespräche entstehen, Kraft geschöpft werden kann und Menschen erfahren, dass sie mit allem, was sie bewegt, willkommen sind.